Konfitüre aus Kiefern- oder Fichtenzapfen

Aromatisch, ungewöhnlich und schön. Lecker und gesund. Konfitüre aus Kiefern- oder Fichtenzapfen ist weniger eine Leckerei als vielmehr ein Mittel zur Stärkung des Immunsystems. Man kann sie auch aus Zirbelkiefer- und Lärchenzapfen zubereiten. Es gibt viele Methoden, eine solche Konfitüre herzustellen. Hier werden zwei davon vorgestellt.

Zutaten

Portionen:
Umrechnungstabelle für Hohlmaße
Nährstoffe und Brennwert der Rezeptzutaten
Bezogen auf das Gewicht der Zutaten:
Eiweiß 0 % 0 g
Fett 0 % 0 g
Kohlenhydrate 100 % 44 g
173 kcal
GI: 2 / 0 / 98

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Schritt 1

    Schritt 1

    Wie kocht man Konfitüre aus Kiefern- oder Fichtenzapfen? Zuerst müssen die Zapfen vorbereitet werden. Sie sollten fern von Straßen gesammelt werden, nur dann sind sie von Nutzen. Kleine, weiche Zapfen von 2,5-4,5 cm Länge sammeln; größere Zapfen sind schon hart. Harzige, gleichmäßig geformte, unbeschädigte Zapfen nehmen, und zwar nur von den Zweigen. Die Erntezeit hängt von der Region ab und dauert von April bis Juni. Über Wintervorräte lesen Sie im Artikel am Ende des Rezepts.

  2. Schritt 2

    Schritt 2

    Die Vorbereitung der Zapfen ist für beide Rezepte gleich: Die gesammelten Zapfen verlesen und von Zweigen befreien. Beschädigte Zapfen aussortieren. Ich habe die Schüssel mit Packpapier abgedeckt. Mit den Zapfen arbeitet man am besten mit Handschuhen, damit die Hände nicht voller Harz werden.

  3. Schritt 3

    Schritt 3

    Die Zapfen unter kühlem fließendem Wasser abspülen. Dann mit kaltem Wasser übergießen und 2-3 Stunden stehen lassen. In dieser Zeit quellen die Zapfen auf, ein Teil der Bitterkeit geht heraus, ebenso kleine Insekten. Die Zapfen noch einmal abspülen. Einen Topf aus Edelstahl oder Aluminium verwenden, er lässt sich leichter vom Harz reinigen. Zum Kochen von Zapfen, sowohl reifen als auch grünen, verwende ich einen alten Aluminiumtopf. Keine Plastikeimer, Siebe usw. verwenden, sonst ist alles unwiderruflich verdorben.

  4. Schritt 4

    Schritt 4

    Die vorbereiteten Zapfen noch einmal verlesen und die größeren (3,5-4,5 cm) aussortieren. Diese längs halbieren oder für die Konfitüre ohne Kochen oder für einen Ansatz aufheben. Die kleineren Zapfen so mit Wasser übergießen, dass der Wasserstand 1,5-2 cm über den Zapfen liegt, Zucker hinzufügen und umrühren. Nach dem Sortieren hatte ich je 500 g kleine und größere Zapfen.

  5. Schritt 5

    Schritt 5

    Die benötigten Zutaten für die Konfitüre nach der ersten Methode vorbereiten. Die Zapfen werden in 6 Etappen gekocht. Beim ersten Mal den Topf mit den kleinen Zapfen auf mehr als mittlere Hitze stellen. Unter ständigem Rühren, damit sich der Zucker auflöst, den Inhalt des Topfes zum Kochen bringen, die Hitze auf mittlere Stufe reduzieren und die Zapfen 10 Minuten kochen. Dann den Topf vom Herd nehmen, fest mit einem Deckel verschließen und mit einem Frottiertuch abdecken. Vollständig abkühlen lassen.

  6. Schritt 6

    Schritt 6

    Beim zweiten Mal die Konfitüre zum Kochen bringen, aber nicht weiterkochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen, mit Deckel und Tuch abdecken und wieder vollständig abkühlen lassen. Beim dritten Mal die Zapfen bei mittlerer Hitze 10 Minuten kochen, den Topf vom Herd nehmen, mit Deckel und Tuch abdecken und abkühlen lassen.

  7. Schritt 7

    Schritt 7

    Beim vierten und fünften Mal den Inhalt des Topfes aufkochen, dann den Herd ausschalten und die Konfitüre 30 Minuten ohne Deckel stehen lassen. Beim sechsten Mal die Konfitüre zum Kochen bringen, dann den Topf vom Herd nehmen und ohne Deckel etwas abkühlen lassen.

  8. Schritt 8

    Schritt 8

    In die fertige, leicht abgekühlte Konfitüre 1 Esslöffel Zitronensaft gießen, umrühren und nun vollständig abkühlen lassen. Die Zitrone ist optional, sie gibt aber eine leichte Säure und zusätzliche Vitamine und verhindert außerdem, dass die Konfitüre kristallisiert.

  9. Schritt 9

    Schritt 9

    Die abgekühlte Konfitüre durch 2-4 Lagen Mull abseihen. Beachten Sie, dass die Zapfen nicht gegessen werden. Sie enthalten Harz, das nicht aus dem Körper ausgeschieden wird, sondern sich in Schichten an den Wänden des Verdauungstrakts ablagert.

  10. Schritt 10

    Schritt 10

    Die fertige Konfitüre soll eine zarte bernsteinrosa Farbe und eine zähflüssige Konsistenz wie Honig haben. Der Geschmack ist nadelholzartig, mäßig süß, mit einer leicht adstringierenden Herbe. Wenn Sie die Zapfen doch in der Konfitüre lassen, sollten Sie sie nach dem Kauen besser nicht hinunterschlucken.

  11. Schritt 11

    Schritt 11

    Die Zutaten für die zweite Methode ohne Hitzebehandlung vorbereiten. Dabei entsteht eher ein Sirup als eine Konfitüre. Die vorbereiteten und aussortierten größeren Zapfen in 4-6 Teile schneiden. Die Zapfen schichtweise mit Zucker bestreut in ein Glas passender Größe geben. Die oberste Schicht soll Zucker sein. Das Glas mit einem Deckel verschließen und gut schütteln. Dann den Deckel abnehmen und das Glas mit 2-4 Lagen Mull abdecken, damit Luft hinzukommt.

  12. Schritt 12

    Schritt 12

    Das Glas 3-4 Tage an einem dunklen, warmen Ort stehen lassen. Regelmäßig schütteln. Der Sirup ist fertig, wenn sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Den Sirup wie bei der ersten Methode durch Mull abseihen. Er darf nur im Kühlschrank aufbewahrt werden. Diesen Sirup in Maßen verzehren. Einem Erwachsenen genügen 1-2 Dessertlöffel morgens und abends, einem Kind 1-2 Teelöffel. Der Sirup hat eine zarte gelb-bernsteinfarbene Farbe. Sein Geschmack ist süßlich und nadelholzartig.

  13. Schritt 13

    Schritt 13

    Die Zapfenvorräte in sterile, trockene Gläser füllen. Die Gläser im Kühlschrank oder an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahren. Die Konfitüre aus Zapfen ist bis zu 2 Jahre haltbar. Abgeseihte Konfitüre ergibt 500 ml, mit Zapfen 2 Gläser zu je 0,5 l. Sirup ohne Kochen ergibt ebenfalls 500 ml. Sowohl Konfitüre als auch Sirup mit warmem Wasser oder Tee einnehmen. Guten Appetit!

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