Chuplu nach tschuwaschischer Art
Eine geschlossene runde Pastete mit Fleisch und Kartoffeln. Die Pastete Chuplu gehört zur Küche Tschuwaschiens. Sie wird aus Hefeteig zubereitet und braucht einige Zeit. Aber glauben Sie mir, das Ergebnis entschädigt für alles. Eine große Pastete mit saftiger Füllung ist ein vollwertiges warmes Gericht für ein sättigendes Mittag- oder Abendessen.
Zubereitung Schritt für Schritt
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Schritt 1
Die nötigen Zutaten für den Teig der Chuplu-Pastete nach tschuwaschischer Art abmessen. Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben, dann geht der Teig besser auf. Deshalb rechtzeitig bereitstellen. Am besten Weizenmehl Type 405 nehmen. Es eignet sich am besten für Hefegebäck. Die feine Mahlung des Mehls ergibt einen lockeren, gut aufgehenden Teig.
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Schritt 2
Die Hefe und 1 TL Zucker mit warmem Wasser übergießen und verrühren. Die Hefe 15 Minuten stehen lassen, bis sich eine Schaum-„Haube“ bildet. Bedenken Sie, dass die „Haube“ Platz braucht. Deshalb eine tiefe Schüssel oder ein hohes Glas nehmen.
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Schritt 3
Das Mehl gut durch ein feines Sieb in ein passendes Gefäß sieben. Damit das Mehl nicht über die Arbeitsfläche staubt, ein breiteres Gefäß nehmen.
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Schritt 4
Das Ei mit Salz und dem restlichen Zucker verquirlen. Womit verquirlt man das Ei? Hier genügt eine Gabel oder ein kleiner Schneebesen. Mixer oder Stabmixer braucht man nicht.
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Schritt 5
Die leicht warme Milch hineingießen und verrühren. Die Milch kann man auf dem Herd erwärmen.
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Schritt 6
Die aufgegangene Hefe (auf der sich eine Schaumhaube gebildet hat) hinzufügen und verrühren.
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Schritt 7
Das Pflanzenöl hineingießen und nochmals verrühren.
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Schritt 8
Etwa 3/4 der gesamten Mehlmenge hinzufügen. Wie wird Hefeteig lockerer? Dafür das Mehl durch ein feines Sieb sieben. Das kann man direkt über der Schüssel mit dem Teig tun. Am besten ein kleines Sieb nehmen, damit der Tisch rund um die Schüssel sauber bleibt.
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Schritt 9
Verrühren. Wie fügt man Mehl richtig zum Teig hinzu? Nicht das ganze Mehl auf einmal hineingeben, sondern portionsweise. Es kann etwas weniger (oder mehr) nötig sein. Das hängt von Qualität, Eigenschaften und Hersteller ab. Beim ersten Kneten soll ein recht klebriger Teig entstehen.
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Schritt 10
Das Mehl in kleinen Portionen nachsieben und den Teig jedes Mal verrühren. Bei Hefeteig ist es sehr wichtig, nicht zu viel Mehl zu nehmen, sonst wird er fest und geht lange nicht auf. Deshalb am Ergebnis orientieren – wie soll der Teig sein?
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Schritt 11
Der Teig soll weich und geschmeidig sein und nur ganz leicht an den Händen kleben, gleichzeitig aber die Form halten und nicht zerlaufen. Den Teig an einem warmen Ort gehen lassen und mit einem Tuch abdecken, damit er nicht austrocknet.
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Schritt 12
Inzwischen die Füllung zubereiten. Ist das Fleisch gefroren, es rechtzeitig auftauen, indem man es über Nacht ins untere Fach des Kühlschranks legt. So verliert das Fleisch nicht viel Saft. Damit die Füllung saftiger und leckerer wird, am besten Schweinekeule oder Schweinenacken nehmen. Schweinerücken besser nicht nehmen, die Füllung wird sonst etwas trocken. Das lässt sich aber mit etwas Butter ausgleichen.
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Schritt 13
Die Zwiebel schälen, waschen und fein würfeln. Welche Zwiebel nimmt man? In diesem Rezept spielt das keine große Rolle. Wie Sie sehen, habe ich eine rote Zwiebel, man kann aber auch eine weiße nehmen.
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Schritt 14
Die vorher unter fließendem Wasser mit einer Bürste gewaschenen Kartoffeln schälen und fein würfeln.
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Schritt 15
Das Fleisch waschen, mit einem Tuch trocken tupfen und ebenfalls fein würfeln. Form und Größe der Füllungszutaten sollten gleich sein. Wozu? Eine Pastete mit einer solchen Füllung sieht im fertigen Zustand und im Anschnitt effektvoller und schöner aus. Außerdem isst sie sich angenehmer.
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Schritt 16
Fleisch, Kartoffeln und Zwiebeln in einer Schüssel verbinden, salzen und pfeffern. Wie viel Salz und Pfeffer? Dabei nach eigenem Geschmack richten. Alles gut vermischen.
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Schritt 17
Bei mir war der Teig nach 1 Stunde 20 Minuten gut aufgegangen. Bei Ihnen kann es mehr oder weniger Zeit brauchen. Der Vorgang hängt stark von der Qualität der Hefe, der Lufttemperatur, Umgebungsgeräuschen usw. ab. Manchmal dauert das Aufgehen bis zu drei Stunden.
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Schritt 18
Den Teig zusammendrücken und auf die bemehlte Arbeitsfläche geben. Den Teig im Verhältnis 2/3 zu 1/3 teilen. Nach Wunsch etwas Teig zum Verzieren der Pastete zurückbehalten.
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Schritt 19
Den größeren Teil des Teigs rund ausrollen, sodass er über die Ränder Ihrer Form reicht. Meine Form hat 22 cm Durchmesser.
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Schritt 20
Die Form mit Öl einfetten. Den Teig mithilfe des Nudelholzes (darauf aufgewickelt) übertragen und vorsichtig in der Form verteilen.
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Schritt 21
Die Füllung gleichmäßig auf den Teig geben und glatt streichen.
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Schritt 22
Den zweiten Teigteil ebenso ausrollen. Sein Durchmesser soll kleiner sein als der des ersten. Ideal ist der Durchmesser der Form. Damit die Kreise gleichmäßiger werden, kann man spezielle Teigausrollmatten verwenden.
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Schritt 23
Die Pastete mit dem ausgerollten Teig abdecken und die Ränder gut zusammendrücken.
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Schritt 24
In die Mitte der Pastete ein rundes Loch mit mindestens 3 cm Durchmesser schneiden. Ist das Loch zu klein, kann es sich beim Backen schließen, weil der Teig an Volumen zunimmt. Das Loch ist nötig, damit Dampf entweichen und man prüfen kann, ob die Füllung gar ist. Nach Wunsch die Pastete mit Teigmustern verzieren. Ich habe einen einfachen Zopf und Blütenblätter gemacht.
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Schritt 25
Die Oberfläche der Pastete mit verquirltem Ei bestreichen.
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Schritt 26
Den Chuplu im auf 180 °C vorgeheizten Backofen etwa 1,5 Stunden backen. Die Backzeit kann je nach Ihrem Backofen abweichen. Nach 30 Minuten Backzeit die Pastete unbedingt mit Alufolie abdecken, damit sie nicht austrocknet und anbrennt. Obwohl ich sie abgedeckt habe, ist sie bei mir doch ordentlich gebräunt. Die fertige Pastete aus dem Backofen nehmen, mit einem Tuch abdecken und 15 Minuten in der Form stehen lassen. Erst dann herausnehmen!
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Schritt 27
Die Chuplu-Pastete heiß servieren und dabei den Deckel oben abschneiden. Warum schneidet man den Deckel ab? So wird diese festliche tschuwaschische Pastete traditionell serviert. Guten Appetit!
- Für die Füllung kann man Lamm, Rind, Schwein oder Geflügel verwenden. Von Art und Eigenschaften des Fleisches hängen nicht nur der Geschmack der Füllung, sondern auch die Garzeit ab. Mit Rindfleisch verlängert sich die Backzeit etwas, mit Hähnchen ist die Pastete dagegen schneller fertig. Traditionell wird Chuplu rund gebacken. Der Deckel der Pastete wird abgeschnitten, in Stücke geteilt und wie Brot gegessen. Die saftige, leckere Füllung serviert man als Hauptgang und isst die Teigstücke dazu.
- -------------------- Hilfreiche Artikel: Wie man im Backofen nach fremden Rezepten lecker kocht; Weizenmehl. Geheimnisse und Feinheiten der Verwendung
Kalorien möglicher Zutaten dieses Gerichts
- Hühnerei - 157 kcal/100 g
- Eiweiß - 45 kcal/100 g
- Eigelb - 352 kcal/100 g
- Eipulver - 542 kcal/100 g
- Straußenei - 118 kcal/100 g
- Zucker - 398 kcal/100 g
- Zucker - 398 kcal/100 g
- Wasser - 0 kcal/100 g
- Milch - 68 kcal/100 g
- Kondensmilch 7,5 % Fett - 140 kcal/100 g
- Milch 1,5 % Fett - 47 kcal/100 g
- Milch 2,5 % Fett - 54 kcal/100 g
- Milch 3,2 % Fett - 60 kcal/100 g
- Milch 3,5 % Fett - 64 kcal/100 g
- Salz - 0 kcal/100 g
- Trockenhefe - 410 kcal/100 g
- Pflanzenöl - 873 kcal/100 g
- Weizenmehl - 325 kcal/100 g
- Schweinefleisch - 259 kcal/100 g
- Wildschweinkeule - 113 kcal/100 g
- Schweinekotelett mit Knochen - 170 kcal/100 g
- Schweinefleisch, fett - 333 kcal/100 g
- Schweinefleisch, durchwachsen - 357 kcal/100 g
- Schweinebraten, mager - 184 kcal/100 g
- Schweineschulter - 236 kcal/100 g
- Schweineschnitzel - 352 kcal/100 g
- Kartoffeln - 80 kcal/100 g
- Salzkartoffeln - 82 kcal/100 g
- Pellkartoffeln - 74 kcal/100 g
- Kartoffelpüree - 380 kcal/100 g
- Ofenkartoffeln - 70 kcal/100 g
- Bratkartoffeln - 192 kcal/100 g
- Zwiebeln - 41 kcal/100 g
- Schwarzer Pfeffer, gemahlen - 255 kcal/100 g
